|
Transkulturelle Arbeit in der Psychiatrie
Immer mehr Fremde leben in der Schweiz und verrichten nach wie vor
wenig anerkannte Arbeit.
Die Identifikation mit dem Körper als Arbeitsinstrument lässt
körperliches Leiden zur Quelle von verstärkter psychischer
Belastung werden.
Abgesehen von den oft bestehenden Sprach- und Verständigungsproblemen
beklagen sich viele TherapeutInnen darüber, dass MigrantInnen
wenig «behandlungswillig» und für «Tiefgreifendes»
kaum motiviert seien. In der Therapieplanung ist es oft schwierig,
sich genügend gut in den jeweiligen Kontext von MigrantInnen
einfühlen zu können. Wie können wir lernen, Begegnungen
so zu gestalten, dass ein Verstehen trotz vielfältiger Zugangsbarrieren
möglich wird? Wie können wir «von innen her»
erkunden, was bei Individuen und Familien im Migrationskontext geschieht
und wie sie mit Übergängen fertig (oder eben: nicht
fertig) werden? Was heisst «transkulturelle Kompetenz»
in psychiatrischen Einrichtungen?
Das Seminar vermittelt soziologische und psychologische Hintegründe
zum Thema. Rollenspiele und Arbeit an eigenen Fällen ermöglichen
Selbsterfahrung und Supervision.
Dr. phil. Andrea Lanfranchi
Psychologe, Meilen
[zurück zur Uebersicht]
|